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> Vernissage PH OÖ
Ein würdiger Welt-Down-Syndrom-Tag 2017
Eröffnungsfeier der Fotoausstellung EIN.UND.ZWANZIG

Ein Projekt der sonnenkinder21 mit Fotograf Roland Froschauer
 
21 großformatige Bilder von Kindern mit Trisomie 21 bekommen Raum und werden an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich im Institut für Inklusive Pädagogik präsentiert. Hier werden jene Pädagogen ausgebildet, welche den Bildungsauftrag unserer Kinder übernehmen.

Dass auch Menschen mit Down-Syndrom Träume, Berufswünsche und Ziele haben, soll uns die Ausstellung vor Augen führen. Ihre Lebensfreude und den Charme dieser Kinder veranschaulichen die lebendigen und bewegten Aufnahmen.
Davon konnten sich die zahlreichen Gäste ein Bild machen, welche der feierlichen Eröffnung beiwohnten.

Stellvertretend für die Selbsthilfegruppe sonnenkinder21 führte Alfred Sadlauer durch das Programm, welches musikalisch vom Trio Phönix sehr stimmungsvoll umrahmt wurde.

Der Rektor der Hochschule Mag. Herbert Gimpl sprach die Begrüßungsworte und brachte seine Ergriffenheit zum Ausdruck. Durfte er doch selbst jahrelang mit Schülern mit Trisomie 21 arbeiten, was ihn in seiner persönlichen Entwicklung prägte.

Aus der Sicht eines Vaters richtete Alfred das Wort an uns und ließ uns an seinen Erfahrungen und Anliegen teilhaben. Viel hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Durch den medizinischen Fortschritt erreichen Menschen mit dem gewissen Extra ein höheres Alter und sind in die Gesellschaft integriert. Sie können durch Förderung ihre Begabungen, Talente und Stärken entwickeln und somit beruflich wie privat selbstbestimmt leben.

Eva Prammer-Semmler wies als Ausbildnerin der StudentInnen auf die Bedeutung und Notwendigkeit der Inklusion hin, die ein Prozess ist und nie fertig sein wird.

Wie wichtig es ist, sein Kind in der Persönlichkeitsentwicklung zu stärken, brachte uns Prof. Dr. Werner Gerstl, Kinder- und Jugendpsychiater und selbst Vater eines Sohnes mit Trisomie 21, näher, nicht ohne zu erwähnen, dass auch er als Fachmann an gewisse Grenzen stieß, was das Lernen betraf. Nicht so das emotionale Gedächtnis, welches hervorragend funktioniert. Seine Anekdoten über Sohn Florian veranschaulichten auf amüsante Weise, welch wichtige Rolle persönliche Interessen und Bedürfnisse bei der Lern- und Merkfähigkeit spielen.

Den Blick auf die künstlerische Seite des Projekts richtete Dr. Arnold Schulz (ein Freund von Roland Froschauer). Die Bilder sind reduziert, schwarz-weiß, stark im Ausdruck. Die Models waren beim Shooting kompromisslos, ehrlich, authentisch. Sie schlüpften in keine Rolle, waren sie selbst – mit einer Dynamik, die so nicht erwartet wurde.

Was machte, abgesehen von den großartigen Bildern, den Zauber dieser Eröffnungsfeier aus?
Es waren die Menschen, die daran teilnahmen.
 
Die Theatergruppe Malaria des Diakoniewerks Gallneukirchen spielte und tanzte mit viel Charme, Coolness und Humor. Die beiden Damen des Ensembles (Ruth Oberhuber und Elisabeth Stachl) trugen bravourös selbstgeschriebene Gedichte und Texte vor: Herzerfrischend!

Frau Sunmi Kim, Mutter der kleinen Emma, eines der Fotomodelle, sang mit ihrer wunderschönen Stimme „An die Freude“ von W.A. Mozart.

Der kleine Felix aus unserer Gruppe, der bei jedem Musikstück seine Freude am Tanzen zum Ausdruck und die Herzen des Publikums zum Schmelzen brachte - und die vielen anderen Kinder, die den Raum mit Leben erfüllten, samt ihren Familien, Freunden und Wegbegleitern.

Ohne unsere speziellen Kinder würde es diese Fotoausstellung nicht geben.

Es ist schön, Roland Froschauer kennengelernt zu haben - Fotograf, Künstler, Profi - der sein Können, Talent und Know How voll und ganz in diese Sache investierte - ein feiner Mensch mit einem großen Herz.
DANKE für dieses gemeinsame Projekt!

Danke auch den Sponsoren, mit deren Unterstützung die Bilder und Kataloge gedruckt werden konnten.
Danke der PH OÖ, die uns Raum gibt!
Danke der PH der Diözese Linz und dem Diakoniewerk Gallneukirchen, wo die Wanderausstellung fortgesetzt wird.
Danke Allen, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben.
Danke Gudrun, Mama von Franka, dass du die Idee dazu hattest und mit großem Einsatz und Engagement umgesetzt hast.

Dana, Sonnenkind der 1.Stunde, stellte zeitgleich zur Eröffnungsfeier ihr Talent unter Beweis und errang bei den Special Olympics im Eiskunstlauf die Silbermedaille!
Wir gratulieren von ganzem Herzen!
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