Es war einmal ein Kind - Sonnenkinder21.at

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Texte
Verfasser Diakon Karl-Heinz Becker
Es war einmal ein Kind, das geboren, also auf die Welt kommen sollte.
 
Da sagte es zu Gott seinem Schöpfer: „Sie sagen alle zu mir, dass „DU“ guter Gott mich auf die Erde in den Alltag des Lebens schicken willst, aber wie soll ich dort leben, wo ich doch so klein und hilflos bin?“
Gott antwortete: „Von all den vielen Engeln die ich habe, suche ich einen für dich aus. Dein Engel wird dich ständig begleiten, umsorgen und beschützen."

Das Kind erkundigte sich weiter: „Aber sag mir doch warum ich auf die Erde soll, hier im Himmel brauche ich nichts zu tun, außer singen und lachen, und fröhlich zu sein“.
Gott gab ihm die Antwort und sagte: „Dein Engel wird für dich singen und auch für dich lachen, jeden Tag und glaube mir wenn du seine Stimme hörst und seine Nähe spürst wirst du auch lachen und fröhlich sein.
Du wirst die Liebe deines Engels fühlen und aus tiefstem Herzen sehr glücklich sein“.

Wieder fragte das Kind: „Und wie werde ich in der Lage sein die Leute um mich herum zu verstehen wenn ich ihre Sprache nicht kenne?“
Gott sagte: „Dein Engel wird dir die schönsten Worte sagen, die du jemals hören wirst, und mit viel Ruhe und Geduld wird dein Engel dich lehren zu sprechen.“
„Und was muss ich tun lieber Gott, wenn ich mit dir reden möchte?“
Gott sagte: „Dein Engel wird dir deine Hände ineinander legen, die Menschen nennen das die Hände falten und dich lehren zu beten.“

„Guter Gott, ich habe gehört, dass es auf Erden auch böse, ja sehr böse Menschen gibt.  Wer wird mich dann dort vor diesen beschützen?“
Gott sagte: „Mein liebes Kind dein Engel wird dich verteidigen, auch wenn er dabei sein eigenes Leben riskiert oder es gar für dich hergeben müsste.“

„Lieber Gott, Aber ich werde dann immer sehr traurig sein, weil ich Dich niemals wieder sehen werde.“
Gott sagte: „Dein Engel wird mit dir über mich sprechen und dir den Weg zeigen, auf dem du immer wieder zu mir zurückkommen kannst, immer wenn du es möchtest. Ich verspreche dir, immer ganz gewiss in deiner Nähe zu sein.“
In diesem Moment herrschte sehr viel Ruhe im Himmel und alle Engel waren ganz still geworden, da konnte man schon die Stimmen von der Erde hören.

Das Kind fragte noch ganz schnell: „Lieber Gott, bevor ich dich jetzt verlasse bitte sage mir noch den Namen meines Engels.“
Gott rief dem Kind noch zu: „Der Name ist jetzt nicht so wichtig. Du wirst deinen Engel einfach Mama oder Mutti nennen.“                        

Walldürn,15. Februar 1990

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